Am Regen vorbei

Ursprünglich als Tagestour Pässefahrt Start 07.00 Uhr ausgeschrieben, dann auf 9.00 Uhr verschoben, fanden wir uns schliesslich um 10.00 Uhr zum gemütlichen Kaffeehöck und Tour-de-France-Fachsimpeln beim Roadhouse in Münsingen ein. Gemäss Eigenwerbung gibt es in dem auch unter dem Namen „Tankstelle“ bekannten Lokal Zapfsäulen für alle. Für die Fahrt nach Murten reichte jedoch ein halbleerer Tank, zumal das Beach House in Murten vom Präsi als erstes Zwischenziel ausgerufen wurde.

Entgegen den Wetterprognosen holten wir uns in Murten beinahe einen Sonnenbrand, und es hätte einem fast gelüstet, am pittoresken See den ganzen Nachmittag zu verbringen. Da aber insbesondere der Schreibende trainingsmässig noch im Rückstand ist (der Mai war verregnet, danach war es bald zu heiss um zu radeln), wurden plötzlich der Chasseral, Biel, Delémont oder gar Porrentruy als mögliche Tagesziele genannt.

Die drei VCOler verlassen das mittelalterliche Städtchen Murten

Das Wetter kommt bekanntlich vom Westen und grau war es insbesondere im Osten. In Ins daher die Moral noch gross, und so wurden an der dortigen Tankstelle die Bidons mit Flüssigkeiten und die Trikottaschen mit kohlenhydratreichen Snacks gefüllt.

Kaum fielen jedoch die ersten Regentropfen vom Himmel, dem Himmel über Lignières, also bereits im Aufstieg zum Chasseral, einigten wir drei uns fast wortlos darauf, im nächstgelegenen Lokal eine Pause einzulegen. Diese Gelegenheit sollte genutzt werden, um die letzte, für das Gesamtklassement relevante Etappe der Tour de France zu verfolgen und natürlich auch, um trocken zu bleiben. Wortlos denn auch die wenigen weiteren Gäste im Restaurant de la Poste. Immerhin schienen sie sich durch den vom Smartphone verursachten TV-Lärm nicht zu stören, währenddem sie meditativ den Pegel in ihren Biergläsern beobachteten.

Nachdem Vincenzo Nibali die letzte Bergetappe solo gewonnen hatte, entscheiden wir uns, der verlorenen Zeit entsprechend direkt den Barkenhafen Biel mit dazugehörigem Restaurant anzusteuern. Kaum waren wir draussen, bewegte uns die graue Suppe am nördlichen Horizont dazu, diesen Plan kurzum wieder über den Haufen zu werfen.

Ein Feld voller Sonnenblumen zwischen Gurbrü und Gümmenen

Ungefähr 2.5 Stunden nach der Abfahrt in Lignières erwarteten uns Elsbeth und HR Sigrist im Gasthof Dörfli in Mühledorf. Sigi hatte unsere Ankunftszeit wieder einmal genauer vorausgesagt als wir selber. Nass geworden sind wir übrigens den ganzen Tag über kaum, und das ganz ohne ständige Kontrolle irgendwelcher Wetter-Apps. Zwischendurch ein Blick nach oben reichte dafür vollkommen aus.

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