Trainingslager in Mallorca 2010 |
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| Äs isch ä so, äs isch ä längi Gschicht! | |||
von Beat Neuenschwander Im Bahnhof Bern trafen sich am 6. März sechs VCOler, um gemeinsam nach Palma de Mallorca zu reisen. Mit dabei natürlich der Präsi, Christof Strahm, Claudia Jaggi und Beat Rufer, Beat Neuenschwander (Möschtu), Webmaster Raffael Schär und zum ersten Mal Nicole Lustenberger. Nach dem Schneetreiben am Flughafen in Zürich flogen wir mit einstündiger Verspätung nach Palma. Das Wetter war trocken und heiss, gegen 10 (zehn) Grad Celsius... Heiss deshalb, weil es mit den Temperaturen nur noch bergab ging. Ohne grosses Gejammer und Gstürm, fuhren wir am Sonntag über Umwege auf den 534m hohen Randa Cura. Beim Aufstieg brach bei einigen bereits das Rennfieber aus, es durfte jedenfalls niemand mit geringem Aufwand den Bergpreis holen, hierfür sorgte der Präsi selbst. Zum allgemeinen Erstaunen tauchte auch Clöide oben im Restaurant auf. Nur Thömu schaffte es nicht bis nach oben, das Nachtleben auf Mallorca war offenbar zu anstrengend. Aufgrund des schlechten Wetters beschlossen wir, am Montag eine Flachetappe einzulegen, und nach Sineu auf ein „Käfeli“ zu fahren. Wie es so geht, wenn die Strecke wellig ist, hatte Beat das Reissen und sprengte die Gruppe schon nach wenigen Kilometern. Im Rückenwind und wieder recht gemütlichem Tempo ging es nach Sineu. Zum Erstaunen aller, hatte niemand mehr eine „Spinner-Phase“. Im Kaffee in Sineu erkannte uns die Serviertochter sofort wieder, waren wir doch letztes Jahr des öfteren zu Gast in diesem Lokal. Am Dienstag wurde das Wetter zunehmend kühler,windiger und unbeständiger. Erste demotivierte Teilnehmer waren auszumachen. Doch rafften sich alle auf, sich aufs Rad zu schwingen. Natürlich erst nach der obligaten Fernsehserie „Anna, folge deinem Herzen“, welche für Chrigu ja heilig ist. Des Wetters wegen gab es dieses Jahr allerdings keine Diskussionen über die späten Abfahrtszeiten. Eine Stunde der Küste entlang, danach war bereits das erste Café con Leche fällig. Nicole und Möschtu beschlossen dann, in Llucmajor den schnellsten Weg ins Hotel zu wählen. Die anderen fuhren noch eine Schlaufe. Sie konnten danach nicht genug angeben, sie seien noch richtig Velo gefahren, mit dem Bremsklotz Möschtu sei das ja nicht möglich. Nebenbei munkelte man, dass Nicole und Möschtu sicher ein stilles Plätzchen im Wald aufgesucht haben, und nur deshalb abkürzen wollten. Die Gerüchte wurden allerdings nie bestätigt. Der Mittwoch Morgen wird mancher nicht mehr so schnell vergessen. Einige glaubten beim Aufstehen sicher, sie seien noch beduselt, aber es war bittere Realität: Schnee in Palma de Mallorca! Im Fernsehen sah man Bilder von der Insel, sie hätten auch aus den Alpen sein können. Das Wetter war am Donnerstag nicht wesentlich wärmer, aber doch freundlicher. Der Wind liess nach, Regen und Schnee war auch nicht mehr zu erwarten. Chrigu und Räffu brüteten eine Ewigkeit über der Karte, obwohl die Strecke schon am Abend abgemacht worden war. Es kam, wie es Möschtu vermutete: Schon vom Hotel weg wussten sie nicht mehr, welche Strasse zu nehmen war. Amüsiert fuhr Möschtu als Letzter hinter der Gruppe her. Zuerst versuchte man sich auf der linken Seite der Autobahn, ignorierte sämtliche Handzeichen anderer Velofahrerinnen und Autofahrer. Auf der anderen Seite der Autobahn wiederholte sich das Spielchen. Nicole und Möschtu waren die einzigen, welche den Einheimischen Glauben schenkten, und kehrten sofort um. Alleine pedalten sie in angenehm zügigem Tempo den richtigen Strassen entgegen bis an den vereinbarten Kaffeehalt in Petra. Die anderen suchten noch eine Zeit lang einen Weg, fanden dann über Umwege und mit einer halben Stunde Verspätung doch noch nach Petra. Das Gespött war riesig, und auch die Verwunderung, dass die vermeintlich Schwächsten schon da waren. Unterwegs passierte Thömu noch ein Missgeschick, welches ebenfalls für Gespött sorgte: Beim Durchqueren eines Wasserlaufs auf der Strasse stürzte er und war danach total durchnässt. Es fielen Sprüche wie der: „Wenn Frösche in der Trikottasche laichen, ist das ein Sturzzaichen“. Am Freitag war endlich der Tag gekommen, an dem sich auch mal kurz die Sonne zeigte. Die Fahrt führte ins bergige Hinterland von Palma. Allerdings ohne Nicole, sie fühlte sich nicht bereit für die Steigungen. Nach einer Irrfahrt fand man endlich die richtige Strasse über den Coll de sa Creu. Am zweiten Berg entwickelte sich ein Rennen. Möschtu versuchte die beiden Stärksten, Räffu und Chrigu, zu fordern, was allerdings nicht bis ganz oben gelang. Auf der Abfahrt dann ein weiterer Sturz. Diesmal traf es Möschtu. Mit kleineren Blessuren an Fingern und Knien konnte er weiterfahren. Eine weitere Irrfahrt entlang des nördlichen Stadtrandes von Palma folgte. Zum Schluss fuhren wir auf der gleichen Strecke wie Tags zuvor. Und wieder wurde schnell gefahren. Thömu und Möschtu machten diesmal „Loch“, und liessen sich bis ins Hotel nicht mehr einholen. Räffu, Chrigu und Beat waren zu feige oder was auch immer, um eine Aufholjagd zu starten. Weil der Flieger am Samstag erst um Acht Uhr abends startete, konnte man nochmals eine Tour auf dem Rad machen. Es gab immerhin nochmals über 50km. Für das letzte Highlight (oder wie soll man das nennen?) sorgte noch der Webmaster am Flughafen. Beim Einsteigen ins Flugzeug war weder die Bordkarte, noch sein Pass auffindbar. Zu seinem Glück hatte er das Portemonnaie samt ID noch nicht verloren. Ganz böse Zungen behaupten ja, er soll froh sein, dass sein Arsch angewachsen ist, sonst hätte er ihn bestimmt auch schon verloren. Weitere Details oder andere Vorfälle werden an dieser Stelle aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht veröffentlicht. Weiter lehnt der Autor jegliche Haftung für diesen Bericht ab. Hoffentlich auf ein Neues in einem Jahr. |
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